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Einstufung nach EGF-Rating bei allen Turieren - sinnvoll?
Moderatoren: Alexander
Autor Eintrag
Eric Alsdorf
Mi 22 Jun. 2011, 20:07
Registriertes Mitglied #177
Dabei seit: Do 23 Jul. 2009, 00:18

Einträge: 17
Vor einer Weile gab es ja schon mal eine Disskusion zur (Selbst-)Einstufung der Teilnehmer beim Baduk-Botschaftercup. Ich hab mir mal ein bisschen mehr Gedanken gemacht.

Ich denke Turniermodi, die ähnlich wie das Hahn-System des "Go to Innovation" funktionieren, also das tatsächliche EGF-Rating als Spielstärke übernehmen, sind durchaus sinnvoll und sollten meiner Meinung nach bei allen Turnieren genutzt werden.

Wie seht ihr das?
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Manju
Mi 22 Jun. 2011, 20:25

Registriertes Mitglied #15
Dabei seit: Sa 17 Feb. 2007, 13:24

Einträge: 168
Was haben Turniere, die nach EGF-Rating ausgelost werden, mit dem Hahn-System zu tun?

Das Hahn-System hat ja noch mit dem Ausgang der Spiele zu tun, was nicht im Sinn der meisten Go-Spieler ist (unterstelle ich einfach mal in Anbetracht der Teilnehmerzahlen und vorausgeganger Diskussionen zum Hahn-System).

Und was haben denn deine Gedanken für Argumente produziert, die dich veranlassen zu glauben, dass Turniere nach EGF-Rating-Auslosung besser sind als Selbsteinstufungsturniere?
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Eric Alsdorf
Mi 22 Jun. 2011, 21:06
Registriertes Mitglied #177
Dabei seit: Do 23 Jul. 2009, 00:18

Einträge: 17
Ich rede nicht von dem System selbst, aber davon, statt Selbsteinstufungen zuzulassen, das EGF-Rating als "Spielstärke" anzusehen - im Turnier.

Es stellt sich ja immer wieder die Frage, ob die übereinstimmen - Selbsteinschätzung und EGF-Rating. Wäre kein Thema wenn man nur das EGF-Rating heranzieht, glaube ich, da sich eventuelle Abweichungen sowieso einpegeln sollten, nach einiger Zeit.
Nach einer vielzahl von gespielten Turnieren bzw. Spielen gäbe es dann eventuell keinen Diskussionpunkt mehr, was reale Stärken betrifft.

Ich gehe davon aus, dass Turnierergebnisse und Freizeitbilanzen getrennt betrachtet werden sollten.

Die Spielstärke, welche man sich durch Spieltreffs zuschreibt o.ä. , also hobbymäßig, muss nicht der eigenen Turnier-fähigkeit oder -form entsprechen.
Da gibt's schon von Spieltreff zu Spieltreff oder auch von Server zu Server Unterschiede.

[ Bearbeitet Mi 22 Jun. 2011, 21:56 ]
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Manju
Mi 22 Jun. 2011, 22:58

Registriertes Mitglied #15
Dabei seit: Sa 17 Feb. 2007, 13:24

Einträge: 168
und was machen die Leute, die nur selten auf Turniere gehen, aber sich die Spielstärke trotzdem entwickelt?
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Eric Alsdorf
Do 23 Jun. 2011, 00:02
Registriertes Mitglied #177
Dabei seit: Do 23 Jul. 2009, 00:18

Einträge: 17
Für solche sind in das EGF-System Resets eingebaut, die nach einem Sprung über 2 Rängen einsetzen. So werden stärkeren Spielern nicht übermäßig viele Punkte abgezogen, falls sie gegen solche mit vermindertem EGF-Rating verlieren.

Bsp.:

Spieler A ist stabiler 2k.
Spieler B spielt nach einem Jahr mal wieder ein Turnier, ist vorher 4k~1700 gewesen und jetzt 2k~1900.

Das EGF-System rechnet mit Gewinn-warscheinlichkeiten der Spieler, abhängig von ihrem Rating.
Ist das Rating gleich [ A(1900)=B(1900) ], so sind die Gewinnchancen für beide gleich. Entsprechend des Spielausgangs verliert einer Punkte und der andere gewinnt ebenso viele. In unserem Beispiel ca. 10-15 punkte, also z.B. A= 1900-15 und B= 1900 +15.

Ist das Rating des B's jedoch deutlich niedriger [ A(1900)=B(1700) ], ist ein Gewinn für A warscheinlicher. Fairer Weise sollte B also mehr Punkte (hier ca. 25) für einen Sieg als A (nur 2-5) bekommen.

B gewinnt: A= 1900 - 25 / B= 1700 +25
A gewinnt: A= 1900 + 5 / B= 1700-5

Weil so der eigentlich stärkere Spieler viele (ungerechtfertigte) Punkte verliert, sind Resets notwendig, um soetwas zu vermeiden.
Spieler B kann auch mit dem alten Rating spielen und viele Punkte kassieren - am Ende sogar nicht viel schlechter, als mit Reset dastehen, aber zum Nachteil seiner Gegner.
Ob ein Reset tatsächlich angebracht war, wird sich später auf jeden Fall zeigen.
Auf alle Fälle ein Sinnvoller Fairnessausgleich.

Spieler die also schnell aufsteigen, neu einsteigen oder lange pausiert haben sollten sich also nicht scheuen diese Möglichkeit zu nutzen, wenn sie denn ihr EGF-Rating für zu niedrig erachten.
Meiner Meinung nach ist sowas aber erst ab 2-3er Sprüngen bzw. Abweichungen >200 Punkte tatsächlich Sinnvoll.
Gradweise Hochstufungen haben übrigens keinen Effekt und ich würde den Spielern auch raten ihrem EGF-Rating zu folgen und es nicht anzuführen (was auch mein Fehler war).


PS: Die Beispiele entsprechen nicht exakt der Kalkulation des EGF-Systems, zeigen doch aber den Sachverhalt.





[ Bearbeitet Do 23 Jun. 2011, 13:50 ]
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